Beziehungen

Was zwischen den Dingen ist, ist von Bedeutung, nichts sonst. Das ist, so verstehe ich es, die Quintessenz Nagarjunas Gedanken. 

Schwerer Toback. Schwierig, das mit den eigenen Vorstellungen von dem, was wirklich ist, in Übereinstimmung zu bringen. Eine Herausforderung. Lieber sprechen viele Menschen über ihre Interessen oder das, was sie bei anderen wahrzunehmen denken.

Dass Beziehung das Eigentliche ist, das können sich nur wenige vorstellen. Nichts, was sich anfassen ließe!Das ist ein wirkliches Problem. Nicht vorstellbar.

Dabei ist es ganz logisch und auch offensichtlich. Dafür muss ich mich nur selbst betrachten. Welchen Sinn hätte mein Herz, gäbe es keinen Magen? Alles macht nur Sinn im Miteinander.

Und suche ich bei den Pragmatikern nach Erklärungen, etwa den Physikern, begegnet mir die gleiche Haltung. Zum Beispiel, dass das Geistige die treibende Kraft sei.

Das sagt kein Chán-Mensch, sondern ein Physiker, Hans-Peter Dürr. Die Physik liefert die Beweise dafür, dass das zutreffend ist, was Chán-Menschen wie Hui Neng, Huang Po oder Nagarjuna so gedacht und wie sie die Wirklichkeit gesehen haben.

Wenn ich das wirklich ernst nehme, dann darf ich auch keiner Methode oder Lehre folgen, denn damit würde ich ‚meinem‘ Geist sozusagen eine Zwangsjacke anziehen. Es gibt keine Wirklichkeit ohne Bezug. Also nichts Objektives.