Dimensionen

Wie ich denke, ist eine Frage der mir bewussten Dimensionen der Welt. Die Welt nehme ich ja dreidimensional wahr. Doch die Wahrnehmung selbst ‚geschieht‘ nicht auf beziehungsweise in diesen Ebenen. Und unsere Wahrnehmung ist ja die Grundlage unserer Erkenntnis.

Der größte Teil unserer Überzeugungen und unseres Wissens beruht auf der sinnlichen Wahrnehmung. Ich mag gerechtfertigt sein zu glauben, dass dort ein Sofa steht, weil ich es sehe, und dass Zucker in meinem Tee ist, weil ich ihn schmecke.

Es verwundert daher nicht, dass der Empirismus lange Zeit die erkenntnistheoretische Diskussion beherrschte und dass sich die Philosophen seit vielen Jahrhunderten bemühen, die eigentümliche Rolle der sinnlichen Erfahrung im Erwerb von Wissen und in der epistemischen Rechtfertigung zu klären.

Aber wenn wir immer nur Sinnesdaten, nie aber die physischen Gegenstände und Ereignisse in unserer Umgebung direkt wahrnehmen können, dann stellt sich zwangsläufig die Frage, wie wir wissen können, welche Eigenschaften physische Gegenstände haben, ja, wie wir sicher sein können, dass sie überhaupt existieren!

So würden wohl ein Philosoph an die Sache herangehen. Ich mache es mir aber einfacher und denke erst einmal physikalisch und beschäftige mich mit Dimensionen. Wenn ich akzeptiere, dass es mehr als die bekannten drei Dimensionen gibt, dann verstehe ich, weshalb ich vieles nicht verstehen kann. Sieht man sehr gut in diesem Video.

Es wird auch klar, weshalb es vielen Menschen regelrecht Angst macht, sich auf die Existenz einer weiteren Dimension einzulassen, denkt doch der, der die Welt mit einer weiteren Dimension sieht, für den anderen regelrecht mystisch und magisch. Also bedrohlich, denn das stellt das eigene Selbstverständnis in Frage.

Doch es gibt jede Menge Gründe, sich dem zu stellen. Der Nationalsozialismus basierte wesentliche auf einem naturalistischen Fehlschluss. Die sozialdarwinistischen Argumentation war, dass der Lauf der Evolution den ewigen Gesetzen des „survivel of the fittest“ unterliegt: Die Starken setzen sich im Kampf ums Überleben gegenüber den Schwachen und Kranken durch.

Dass dies so sei zeige jede Beobachtung der Natur. Also war der vermeintlich logische Schluss, auch bei den Menschen das Starke und Gesunde zu fördern und das Kranke und Schwache auszumerzen. Doch der Schluss war schlicht falsch, denn er entspricht tatsächlich nicht der Wirklichkeit.

Seit Einstein & Co die Quantenphysik entdeckt haben wissen wir, dass es es eine weitere Dimension gibt, nämlich den sogenannten Beobachter. Etwas führt den Kollaps der Wellenfunktion herbei; wobei auch das ein Bild ist, das aus dem dreidimensionalen Denken stammt und die Wirklichkeit nicht korrekt darstellt.

Es wäre ein gewaltiger Fehler, diese Tatsache als Mystizismus abzutun und weiter zu denken wie bisher. Gelingt es mir, diese weitere Dimension in mein Denken so zu integrieren, dann denke ich definitiv näher an der Wirklichkeit.

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