Erfolg

Bin ich eigentlich erfolgreich? Schwierige Frage, denn das kommt ganz auf meine Perspektive an, den Maßstab, den ich dafür anlege.

Mir wurde das bei unserem letzten Klassentreffen sehr bewusst. Da wir das online veranstalteten, konnte man besser zuhören, es ging weniger an einem vorbei, da durcheinander reden nicht angesagt war.

Entweder es ging um das, was die oder der eine beruflich realisiert hatte, oder was man persönlich ertragen hat. Erschreckt hat mich eine Bemerkung, als sich jemand regelrecht dafür rechtfertigte, zur Miete zu wohnen. Jeder hatte seinen ganz spezifischen Maßstab für Erfolg.

Eine gute Gelegenheit einmal darüber nachzudenken, was für mich eigentlich ‚Erfolg‘ bedeutet. Spontan würde ich ‚Erkenntnis (zu) haben‘ als Erfolg bezeichnen.

Es ist noch immer eine Art Herausforderung für mich zu sehen und zu akzeptieren, dass ich es für mich wohl als ‚Erfolg‘ verbuchen kann, mich meiner Familien- wie meiner eigenen Geschichte gestellt zu haben und es noch immer zu tun.

Alan Watts hat für mein Empfinden klar ausgedrückt, was Erfolg ist und was nicht:

Der Sinn des Lebens ist einfach, am Leben zu sein. Es ist so schlicht und so offensichtlich und so einfach. Und doch rennt jeder in großer Panik herum, als ob es notwendig wäre, etwas zu erreichen, das über sich selbst hinausgeht.