Interdependenz

Die Aufgabe von Zuweisungen wie „Subjektivität“ und „Objektivität“ öffnet mir das Verständnis für die dynamische Beziehung der Dinge unter- und zueinander.

Ich erlebe die Dinge um mich herum aus meiner Perspektive, nie in ihrer Ganzheit, also scheinbar rein subjektiv. Doch tatsächlich ist dies eine eingeschränkte Sicht, denn ich erleben auch nicht den anderen, sondern tatsächlich „nur“ die Beziehung.

In dem, was ich erlebe, sind sowohl ich wie der oder das oder die Andere präsent. Die Entscheidungen, die ich für mein Handeln treffe, berücksichtigt also die Beziehung und letztlich nicht nur mich.

‚Interessant’ ist nicht, was ich erlebe, sondern was die Beziehung für mich bedeutet. Auf eine Beziehung kann ich immer durch die Möglichkeit Einfluss nehmen, die Situation phänomenologisch wahrzunehmen.

Das ist nicht nur eine philosophische Überzeugung, sondern auch eine physikalische Tatsache. Die Welt ist nichts anderes als ein Beziehungsgeflecht. Ein Blick in die Natur mach das unmittelbar erfahrbar.

Kein Ding existiert für sich alleine, sondern immer nur mit seinem Gegenüber.