Phantom-DNA-Experiment

Beeinflussung passiert auch ungewollt. Wie heißt es doch: ‚Nichts ist für sich selbst, ein jedes hat seine Existenz im anderen!‘ Das ist die Quintessenz der damit verbundenen Erkenntnis. Über das Phantom-DNA-Experiment will ich nicht schreiben, das findet man leicht im Internet zum Nachlesen.

Da ich etwas Vergleichbares oder möglicherweise sogar dasselbe selbst schon einmal erlebt habe – und nicht nur ich, sondern auch eine große Gruppe von Bekannten anlässlich einer Veranstaltung – will ich mich nur mit der Bedeutung beschäftigen.

Wenn ich einen anderen unmittelbar beeinflussen kann, ohne dass der mich hört, sieht oder fühlt, dann stellt sich vielleicht die Frage, wie das gehen soll. Doch da es dazu (bisher) noch keine Erklärung gibt, wird es meist wieder vergessen und nicht ernst genommen beziehungsweise als nicht praktikabel angesehen.

Was mir leider selbst oft genug passiert. Doch genau das ist der Fehler. Ich muss mir einfach nur darüber klar werden, was das für mich jetzt bedeutet. Das hat zwei mögliche Aspekte, nämlich einmal bezogen auf mich selbst und dann auf den anderen.

Ich – wie auch der andere – beeinflusse andere durch meine Gedanken, ob ich es will oder nicht. Es ist einfach so, nur meist merke ich es einfach nicht, beziehungsweise bin mir dessen nicht bewusst. Was ich aber tun kann, das ist sehr aufmerksam sein, was in mir (und nicht etwa im anderen!) vorgeht.

Der einzige Weg, mich vor unfreiwilliger Beeinflussung zu schützen. Im Gespräch passiert es leider oft, dass ich mich von einem Thema ‚mitreißen‘ lasse und nicht mehr merke, was ich da im Hintergrund denke. Auch ein Grund, warum ich Dinge, die mir gegen den Strich gehen, nicht unwidersprochen hinnehme, zumindest für mich klar stelle.

Das andere ist, dass ich mir bewusst sein sollte (oder nicht doch bewusst sein muss?), was ich denke. Natürlich bin ich mir über vieles überhaupt nicht bewusst, was ich so denke, kann ich auch nicht, daher suche ich sehr bewusst zu sprechen und zu agieren. Je bewusster ich lebe, desto besser.

Bewusst zu sprechen und zu leben bedeutet ja nicht, ständig darüber nachzudenken, was ich sage oder tue, sondern mir einfach nur bewusst zu sein, was ich tue – so wie auf dem Motorrad, wo ich ja (hoffentlich) nicht nachdenken muss, was ich gerade tue.

‚Bewusst zu sein‘ heißt eben nicht etwas aktuell zu reflektieren oder darüber nachzudenken, sondern eine reflektierte Haltung und auch Wissen bereits so verinnerlicht zu haben, dass ich es automatisch abspulen kann. Nur dann werde ich nichts ungewollt von mir geben – und sei es nur, dass ich es denke – und auch nichts unbewusst aufnehmen.

Das der andere mich und ich ihn bedinge, dass unsere Existenzen ineinander verwoben sind, das ist so. Ich kann jedoch das Beste daraus machen, indem ich bewusst und achtsam bin und niemanden zu manipulieren suche, egal ob mir das bewusst ist oder nicht, genauso, wie ich mich nicht manipulieren oder beeinflussen lassen will.