Selbstorganisation

Ist Selbstorganisation eine Frage von Mindset, Kompetenzen, Kultur und Struktur? So sagt es Andreas Zeuch in einem Artikel auf changeX. Die Frage ist für mich, ob das stimmig ist. Ich würde es nämlich anderes formulieren wollen.

Selbstorganisation ist erst einmal eine Frage der Definition. Für mich ist es die natürliche Fähigkeit eines jeden Lebewesens. Vielleicht auch eines der Natur, aber ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Obwohl, funktionieren Laser nicht genau so?

Selbstorganisation passier, wenn ich im üblichen Sinn gerade nicht denke und eben nicht bewusst wie willentlich etwas erreichen will. Wenn ich also in einem mentalen Zustand bin, der dem des Flow entspricht.

Hochkonzentriert, aber ohne einen einzigen Gedanken im Kopf und ohne etwas willentlich zu tun, dabei ganz bei der Sache. Etwa, wenn ich in einem guten Gespräch bin und es aus mir heraus blubbert. Oder wenn ich mit dem Motorrad unterwegs bin und einfach nur fahre.

Selbstorganisation „passiert“ dann, wenn dieses ominöse „Ich“ gerade nicht anwesend ist. Das bedeutet, dass ich durch  Mindset, Kompetenzen, Kultur und Struktur Selbstorganisation verhindern kann. Aber ich kann sie nicht ermöglichen, nur eben nichts tun, was sie verhindert.