Sichtweisen

Was ist wirklich wirklich? Wenn jemand einem anderen die Begrenztheit seines Denkens klar machen will, wird gerne Platons Höhlengleichnis bemüht. Ich habe das auch immer wieder gemacht. Nur woher weiß ich überhaupt, dass ich die Höhle verlassen habe?

Die interessante Frage ist doch, ob ich tatsächlich draußen angekommen bin oder aber nur meinen Platz in der Höhle gewechselt habe und ein anderes, interessanteres Schattenbild für die Wirklichkeit halte.

Wie kann ich im Sinne von „Matrix“ überhaupt sicher sein, dass es nicht nur die blaue und die rote Pille gibt, sondern auch eine grüne, gelbe oder schwarze und ich wirklich die Pille geschluckt haben, die mich die Wirklichkeit erkennen lässt?

Dabei kann ich mich nicht einmal auf das verlassen, was ich erlebe, sind es doch meine Gedanken, die mich genau das erleben lassen, was ich erlebe. Ich drehe mich also im Kreis, will ich allein mit Hilfe meines eigenen Denkens weiterkommen.

Ich brauche also immer die Störung meiner gedanklichen Selbstzufriedenheit, will ich in meinen Überlegungen voran- und weiterkommen.