Ursachenforschung

Wo auch immer wir in der Natur hinschauen, nehmen wir Dichotomie und Dualismus wahr. Das findet sich auch in vielen Religionen, um nicht zu sagen bei allen, genauso wie in vielen Kulturen.

Die Wissenschaft der vergangenen Jahrhunderte hat das immer wieder bestätigt. Vieles beruht darauf, etwa die westliche Medizin, die Psychologie und auch vielfach die Philosophie. Unser ganzes abendländisches Weltbild basiert auf dieser Feststellung, die auch immer wieder durch unsere Wahrnehmung bestätigt wird.

Die Quantenphysiker behaupten schlichtweg, dass dem nicht so wäre. Ein eklatanter Widerspruch zu unserer alltäglichen Wahrnehmung. Wenn ich beispielsweise einen Stein fallen sehe und er mir auch noch auf den Fuß fällt, ist es absolut nachvollziehbar, dass da eine Kraft wirkt.

Die Frage bleibt, ob das tatsächlich so ist. Analysieren wir die Dinge, bestätigt sich das fraglos. Doch schauen wir nach den Ursachen, wird sich keine Gravitationskraft finden lassen. Bis zu Beginn des 19ten Jahrhunderts ging man davon aus, dass es diese Kraft gibt.

Doch die technischen Möglichkeiten und ein paar kluge Ideen brachte die Wissenschaft weiter. Interessant ist in diesem Kontext, dass es eine einfache Beobachtung war, die deutlich machte, dass das mit ‚der Kraft’, die einen Stein nach unten zieht nicht sein konnte. 

Da Wassertropfen sich nicht verformen, wenn sie fallen, kann keine Kraft auf sie wirken. Ich meine mich zu erinnern, dass es Einstein war, der dies erkannte. Manchmal sind es die Unstimmigkeiten, die einem klar machen, dass etwas nicht korrekt beantwortet ist. Wie etwa als die Ungenauigkeiten in dem Lauf der Planenten erkannt wurden, die man nicht wirklich erklären konnte.

Diese offenen Fragen konnten jedoch geklärt werden. Ganz einfach, weil ihnen die Quantenphysiker auf den Grund gingen. Das war der Schritt von der Analyse zur Ursache. Doch das war nicht alles, denn sie brachten neue Erkenntnisse auf einer ganz anderen Ebene.

Man erkannte, dass der Raum nicht nur mit der Zeit unmittelbar zusammenhängt, man erkannte auch, dass der Raum gekrümmt ist und deswegen Steine scheinbar nach unten fallen, tatsächlich kullern sie, bildhaft gesprochen, einen Hang hinunter.

Leider ist das nicht vorstellbar, weshalb viele Menschen es lieber bei der Analyse bewenden lassen, statt nach den tatsächlichen Ursachen zu forschen. Die Schwierigkeit ist, dass die Erkenntnis der tatsächlichen Ursachen unser Weltbild immer wieder heftig erschüttert.

Kaum haben wir uns an eine Annahme oder Erkenntnis gewöhnt, können wir uns nicht sicher sein, dass auch das wieder nur ein Analyseresultat und keine wirkliche Ursache war. Was uns nicht einladen sollte, uns zufrieden zurückzulehnen, sondern weiter nach neuen Erkenntnissen zu suchen, in dem wir unser Weltbild immer wieder auf das Neue in Frage stellen sollten.

Wollen wir uns daher nicht mit den vordergründigen Analysen begnügen, ist es unabdingbar, den wirklichen Ursachen auf die Spur zu kommen wollen und nicht in den Mustern der Analysen hängen zu bleiben.

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